Session #9 am 20.09.2019

Aus der langen Sommerpause meldete sich „Hut ab Hamburg“ mit einem gleich vierfachen „Viva!“ zurück. Dank an das Saxophon- Quartett Altenora, Alexandra Kampmeier, Jörnsson und die Flamenco-FanatikerInnen von La Cajita, dass sie unsere KleinKunstShow so grandios in den goldenen Hamburger Herbst geschubst haben!

Session #10 am 08.11.2019 | The 8th of novembre – a night to remember

Was bitte soll am Monat November so traurig sein, Herr Heine? Vor allem, wenn man seinen Hut – oder seine warme Mütze – zieht vor…

Emily’s Seconds. Emily und ihr Freudenfeld ist eine Gemeinschaft von Musikern, die sich mit Soundexperimenten beschäftigen, indem sie verschiedene Musikinstrumente und Menschen, die sie spielen, frei in die Atmosphäre einfließen lassen. Das wurde schnell zu einer wachsender Bewegung und inspirierte viele Musiker. Emilys Einfluss darauf ist allerdings unübersehbar. Ihre Performance spricht das Wesentliche von Mann und Frau an. Man spürt, dass Musik, die sie trägt, eine eigene Kraft entwickelt und dabei sehr menschlich, musikalisch und sanft bleibt.

Ritchy Fondermann ist Musiker, Produzent, Filmemacher und Fotograf. Seit 1998 betreibt er in Hamburg das K-Klangstudio, seit 2017 zusammen mit Ron Henseler. Sie haben zuletzt Platten bekannter Hamburger Bands produziert, darunter Boy Division und Rocko Schamoni. Für letzteren produzierte Fondermann auch das Video zu dem Song „Mark Hollis lebt“. Wenn er nicht im Studio arbeitet, Musik oder Filme produziert, ist Ritchy Fondermann als Backliner mit den Toten Hosen auf Tour. Fondermann ist das Soloprojekt von Ritchy Fondermann. Mit „Blickwinkel” veröffentlichte die Formation 2017 ihr zweites Album. Schon die ausproduzierten Demoproduktionen des Albums überzeugten Künstler weltweit. So finden sich auf „Blickwinkel“ renommierte Gastmusiker von Hamburg über Schweden bis Australien.

„Wem Element Of Crime zu seicht, zu poppig und zu verkopft ist, der wird in Fondermann nun eine neue Lieblingsband finden. Die Songs hier könnten nämlich die kleinen Brüder von jenen der Element Of Crime Alben sein. Fondermann sind rauer, kantiger und, wie bei ‚Tausend Kilometer‘, auch wesentlich kratzbürstiger.“ (Dream Out Loud Magazine)

Session #9 am 20.09.2019 | Da sommer wieder!

Was haben eine Grafikerin, eine Verwaltungsangestellte, eine Informatikerin und ein Versicherungskaufmann gemeinsam? Sie haben sich zum Saxophon-Quartett Altenora zusammengefunden. Als Musiker einer Bigband merkten sie plötzlich: Vier Saxophone – Sopran, Alt, Tenor und Bariton – klingen ja auch alleine ganz wunderbar. Also trafen sie sich aus allen Himmelsrichtungen des Nordens und stellten ein schmissiges und abwechslungsreiches Repertoire zusammen. Von Swing- bis Unterhaltungsmusik kommt so manche Überraschung aus den vier Saxophonen und wird beim Zuhörer manch Fuß zum Wippen, manch Bein zum Stampfen, manch Oberkörper zum Grooven bringen. Und woher der Name „Altenora“ kommt, wird an diesem Abend vielleicht auch verraten…

Treue BiB-Besucher wissen genau, wer Alexandra Kampmeier ist – schließlich war sie schon bei Session #3 mit an Bord. Und Alexander Kampmeier weiß genau, wie man Geschichten spannend erzählt. Die ausgebildete Märchen- und Geschichtenerzählerin begibt sich auf verschlungenen Pfaden durchs Reich der Fantasie, wobei die Geschichte oft plötzlich abbiegt und sich neue, eigene Wege sucht.

 

Als Erzählkünstlerin zieht sie seit vielen Jahren freiberuflich durch die Welt, um Wahres, Abstruses, Fantastisches und Überliefertes zum Leben zu erwecken. Sie ist unterwegs als Unterhaltungskünstlerin auf Kleinkunstbühnen, im privaten Rahmen oder auf Firmenfeiern. Ab und zu moderiert sie oder darf als Dozentin der Bücherpiraten Lübeck andere vom freien Erzählen begeistern. Ein weiterer Schwerpunkt sind die persönlichen Lebens- und Liebesgeschichten, die sie auf Hochzeiten, Jubiläen und Trauerfeiern erzählt. Schließlich steckt das Leben ja voller Geschichten…

 

Heike Heusinger, Inhaberin des Flamencostudios La Cajita (Tanz), Nusret Ismailow (Tanz, Cajón), Pia Weghmann (Tanz), Tanja Hintze (Tanz), Anton Gräfe (Gitarre) und Elva La Guardia (Gesang, Cajon). Drei Nationen, aber vereint in der Leidenschaft zum Flamenco. Ob Sevillanas, Tangos oder Alegrías, im Rhythmus und der Intensität dieser Kunst zeigt sich (ihre) pure Lebensfreude.Seit das La Cajita 2006 seine Pforten öffnetet, hat sich das kleine, mit Liebe zum Detail gestaltete Studio zu einem über Hamburgs Grenzen hinweg bekannten Ort für Flamenco entwickelt. Ab 4 Jahren bis ins hohe Alter können Interessierte hier Flamenco in all seinen Facetten erlernen. Aber auch Konzerte, besondere Flamencoevents, Reisen und natürlich Auftritte von Schülern bis Profis werden im und vom La Cajita veranstaltet. Tanzen, singen, Cajón spielen oder Gitarre: Wem der Auftritt bei „Hut ab Hamburg“ Lust auf Mehr macht, probiere das alles einfach selbst in einer Probestunde aus!

Zufall, Illusion oder Wunder? Für Jörnsson ist es eine Mischung aus Allem. Er verwandelt Feuer zu Eis, lässt Ringe mühelos miteinander verschmelzen und Spielkarten aus der Hand des Zuschauers verschwinden. Sein aktuelles Programm führt von den Anfängen der mystischen Magie über das Gauklertum des Mittelalters bis hin zur Geisterbeschwörung und der zeitgenössischen Zauberkunst des 20. & 21. Jahrhunderts. Werden Sie Teil von Jörnssons Welt der Illusionen!

Session #8 | Habt 8, habt 8!

Auch im April steigen wieder vier Acts zu uns an Bord…

Es kalauert gewaltig, wenn der Wolli die Bühne betritt. „Hauptsache Klamauk“ ist nicht nur Titel, sondern auch Programm. Die Kritik sagt: „Anspruchslose Abendunterhaltung“. Der Wolli sagt: „Zurücklehnen und berieseln lassen.“ Haben Sie also keine Angst vor einer verkopft gesellschaftskritischen Nabelschau! Und versuchen Sie erst gar nicht, zwischen den Zeilen zu lesen! Denn dort werden Sie nichts finden. In einer Zeit der sich ständig wiederholenden und lauen Comedy wird das Publikum mit dem Wolli eine gelungene Alternative finden. Der Mann, der mit seiner verschmitzten Art so wirkt, als sei er in seiner Kindheit eine Ausgabe von Michel aus Lönneberga gewesen, bringt genau das auf die Bühne, was wir auf so schmerzliche Art schon lange vermissen: Einen gehörigen Schub Kreativität der anderen Art. Von der sympathischen Selbstironie mal ganz zu schweigen.

Hanna Margarete Schilling ist seit 5 Jahren eine begeisterte Märchenerzählerin. Eines Abends, vor ca. 6 Jahren, hörte sie drei Frauen zu, die frei und ohne Manuskript Geschichten erzählten. Spannende und auf eine besondere Art wohltuende Geschichten: Märchen der Völker. Da wusste sie: „Das möchte ich auch lernen.“ Das Geheimnis der die Jahrhunderte überdauernden Faszination von Märchen ist: Märchen gehen immer gut aus. Sie verschweigen nicht die Nöte und Ängste der Menschen. Aber wenn der Märchenheld sich auf den Weg macht, kommen die Helfer, die Feen, die Hexen… Am 05.04. wird Hanna Margarete Schilling zwei Märchen erzählen: eines der Inuit und eines aus Italien. Beide über die Liebe, aber auf ganz unterschiedliche Weise.

Session #8 findet nur eine Handvoll Tage vor Nenad Nikolics Solo-Konzert statt. Besonders interessant darum, weil er erst nach seiner Anmeldung bei „Hut ab Hamburg“ erfuhr, dass er sogar im selben Haus spielt. In 20 Minuten versucht er dem Publikum eine bunte musikalische Mischung auf seinem elektronischen Akkordeon aus unterschiedlichen Stilrichtungen vorzustellen. Akkordeon-Klassiker, Balkanmusik und Musik aus Südamerika. Sogar ein bisschen Electronic erwartet den Zuhörer.

Mal sanft mit einem Schuss Melancholie, mal treibend stürmisch bewegt sich Robert Carl Blank in den Gewässern des Folk, Soul und Blues. Auftritte im Vorprogramm von Elton John, Whitney Houston und Eros Ramazotti sowie eine Tournee in den USA mit Blues Alt-Meister Carl Weathersby ließen den Gitarristen und Sänger schnell musikalisch reifen. Der Konzertbesucher vergisst einen Abend mit dem sympathischen Songwriter aus Hamburg nur schwer, nachdem seine Songs einmal den Weg in den Gehörgang gefunden haben. Robert ist einziges lebendes Roadmovie, der in seinen Liedern seine Erfahrung wiedergibt und das Freiheitsgefühl mit jeder Pore ausstrahlt.

Session #6 am 14.12.2018

Jahr eins von „Hut ab Hamburg“ ist Geschichte. Und was für eine schöne. Wenn auch mit einem weinenden Auge erzählt: Marie Diot musste kurzfristig absagen, und Goldberg traten krankheitsbedingt ebenfalls mit halber Mannschaft auf. Bzw. als Mannschaft ohne Frauschaft. Sprich: zu eint. Machte aber auch nüscht, denn Peter Weißbach, die Voicebusters, Heiko Ströh und Cö. überhäuften die Besucher mit genug guten Gaben. Die Busters sogar mit einigen spontanen Gastgeschenken.

 

Session #7 am 08.02.2019 | Auf ein Neues!

Was für ein Fest, mit dem das Jahr 2018 auf der Bühne im Bürgerzentrum seinen Hut nahm! Die Bude war voll, doch nicht nur darum sind wir noch immer ganz erfüllt. Und planen schon wieder weiter, denn nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Am 08.02.2019 begrüßen wir, zugegeben mit etwas Latenz, das neue Jahr mit illustren Gästen:

Vor einigen Jahren hat Eike L. Sell begonnen, Menschen zu beobachten, um einen Zugang zu ihnen zu bekommen. So hat er seine Intuition und weitere Fähigkeiten geschult. Seitdem liest er Gedanken… Das Ganze ist für ihn nicht bloß im Privatleben nützlich, sondern auch auf der Bühne. Dort lädt er sein Publikum ein, das Gedankenlesen und ein Gefühl des Mystischen zu erleben. Und ihre eigene Intuition kennenzulernen.

Harmonisch, nordisch und voll positiver Energie, mit wunderbaren Songs über das alltägliche Leben, das Glück im Kleinen und die Schönheit des Nordens, all das bringt Farbe ins Spiel. Mit ihren unverwechselbaren Stimmfarben ist Farvenspeel so besonders wie das Land zwischen den Meeren, aus dem Tanja & Carsten Arndt sowie Nadine Timm stammen. Die drei sind Gesicht und Stimme von Farvenspeel, die Songs fast alle aus der Feder von Carsten. Häufig autobiographisch und fast ausschließlich direkt an der dänischen Nordsee entstanden. Um Seemannsgarn handelt es sich hier aber sicher nicht.

In seiner Heimat Fulda ist Martin Bellof weit mehr als ein Geheimtipp. Die Konzerte des Wahl-Hamburgers sind dort regelmäßig ausverkauft. Völlig verständlich, urteilt das Publikum. Schließlich zieht der Singer/Songwriter seine Zuschauer mit einer durchweg authentischen Art mühelos in seinen Bann. Musikalisch über jeden Zweifel erhaben. Ruhige Töne als Kontrapunkt zur Dauerbeschallung aus der Konserve. Wunderschöne, eingängige Melodien, geschrieben für all die Menschen, die Tiefe und Inhalt wertschätzen. Freuen Sie sich auf einen ganz besonderen Abend mit einem musikalisch-philosophischen Wechselspiel aus Gitarre, Klavier und Erzählungen eines Musikers und Denkers.

Der gebürtige Leipziger Thomas Duesmann (22) hatte bis zum Alter von 14 Jahren Klavier- und Violinenunterricht. Dann entdeckte er die Gitarre für sich und fing musikalisch noch einmal ganz neu an. Als Autodidakt entwickelte er seinen ganz eigenen Stil, der moderne und klassische Stilistiken in sich vereint: Vom Fingerpicking á la Merle Travis über den perkussiven Fingerstyle der Moderne bis hin zu Ausflügen in den Slide- und Lap-Steel. So technisch vielseitig die Stücke auch sind: Im Vordergrund steht die Melodie. Nie kommt es zur reinen Zurschaustellung von Spielfertigkeit; es geht ums Stück, den Inhalt, den es verhandelt, die Emotion, die es transportiert. In Session #7 wird Thomas einen Einblick in seine Sammlung von Eigenkompositionen geben. Von getragenen und stimmungsvollen Stücken bis hin zu mitreißenden Balladen ist alles dabei.

Session #5 am 19.10.2018

Was war das für ’ne Session, mal wieder. Beginnen wir mit ihrem Ende. Und ziehen den Hut vor unserer stimmstarken Unterstützung, sagen danke an alle Künstler und das wundervolle Publikum!

Und hier noch einige photoshoptastische Impressionen…

Session #6 am 14.12.2018 | … (et)was für ein frohes Fest!

Hauke Ströh (© Foto: Oliver Ruhnke / Jazztrain) spielt ein paar eigene Stücke. Angenehm unaufgeregt, mit Taktgefühl und auf freundliche Art cool. Er ist u.a. Pianist in 5-Sterne-Hotels, Cafés sowie bei diversen Veranstaltungen. ZEIT ONLINE schreibt: „Wenn Hauke Ströh in die Tasten haut, versprüht sein Piano New Yorker Flair.“

Marie Diot ist Liedermacherin. Sie schreibt und singt Lieder mit klugen, außergewöhnlichen, deutschen Texten, begleitet sich dabei am Klavier und Synthie. Ihre Konzerte bestehen aus verqueren, komischen Ansagen und Liedern, die charmant und direkt, mit Wortwitz und Ironie Geschichten von Dingen erzählen, die so im Leben passieren. Liebe und Fischvergiftung zum Beispiel. Generell optimistisch, möglichst gelassen, immer auf der Suche nach den richtigen Worten und der besten Melodie. Mit dem Wunsch, jemanden zu berühren und ansonsten eindeutig ziemlich ohne Ziel. Am Ende klappt immer alles! Die Frage ist bloß, wie.

Peter Weißbach entdeckt erst spät im Leben seine wahre Bestimmung als Straßen-Poeter. Graffiti-Tierbilder an Häuserwänden waren die Inspiration für die ersten Texte. Daraus ist der Gedichtband „Vom Kreuchen und Fleuchen“ mit Fotos und Versen entstanden. Seither ist er „dem Reim immer auf den Versen“, wie auch der Titel seines abendfüllenden Programms lautet. So entstand eine Vielzahl pointenreicher, humorvoller Gedichte, in denen er die Sprache beim Wort nimmt und ihr mit besonderem Wortwitz auf den Zahn fühlt.

„Wir sind Goldberg. Wir sind eins. Wir sind vieles. Musik ist alles. Darum machen wir sie mit so viel Liebe. Ein Hoch auf Kunst!“ Das ist alles. Goldberg sagen nicht viel. Lieber sagen sie was aus. Und statt zu reden, lassen sie für sich sprechen, Texte und Töne. Singen tun sie allerdings selbst. Bereits mit 20 Jahren schloss Tamara ihre Ausbildung zur Bühnendarstellerin an der Stage School Hamburg ab. Seitdem ist die gebürtige Kölnerin auf den Bühnen der Republik zuhause, arbeitet parallel als Choreographin und Fitnesstrainerin. Auch für Jan führen alle Wege ins Theater: als Rezensent, Dramaturg, Regisseur, Musikalischer Leiter – und Schauspieler. Für Session #6 haben beide eine besondere Premiere im Gepäck: „Tödliche Weihnacht“ verschnürt das Schaurigste aus 600 Jahren Hamburger Geschichte in altbekannte Weihnacht-Weisen.

Auch wenn das besondere „O“ im Ensemblenamen etwas anderes suggeriert: Die Vøicebusters sind alles andere als Durchschnitt. Im Gegenteil: Ganz persönlich zugeschnitten auf den jeweiligen Anlass bzw. die individuellen Kundenwünsche erklingt das Programm der fünf Freunde. Den Schneid kann ihnen dabei nix und niemand abkaufen, denn das wichtigste haben sie immer dabei: die eigenen Stimmbänder. Ob altbekannter Oldie oder Evergreen, ob Neujahrsempfang, Firmenfeier, Messestand: Mehr braucht das beliebte A capella-Quintett auch gar nicht. Und wer ganz genau hinschaut, erkennt ein bekanntes Gesicht: Eben noch Gastgeber, jetzt auf unserer Showbühne – Jan Lehmann!